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Vorlesung Logik IV - Sommersemester 2006  

Vorlesung: Logik IV / Mengenlehre II

Sommersemester 2006

Veranstalter: Dr. G. Fuchs, Zi. 813 (Sekretariat Frau Pfeifer, Zi. 811),
Übungsleiter: Thilo Weinert
Zeit der Vorlesung: Dienstag und Freitag, 13-15 Uhr, Raum M5
Belegnummer: 104176
Inhalt:
Literatur: - T. Jech: Set Theory - the third millenium edition, Springer Verlag
- K. Kunen: Set Theory - an introduction to independence proofs, North Holland
Übungen: Donnerstag, 11-13 Uhr, SR8
Übungsschein: Einen Übungsschein erhält man durch:
- aktive Teilnahme an den Übungen (u.a. mehrfaches Vorrechnen),
- das Erlangen von mindestens 50% der möglichen Punkte aus den Übungsaufgaben
Aufgaben: Die Aufgaben werden jeweils dienstags in der Vorlesung ausgegeben, die Lösungen können am folgenden Dienstag in der Vorlesung abgegeben werden.

Hier geht's zum Eintrag im Vorlesungsverzeichnis.

Zum Herunterladen...
  Die Übungszettel:
Abgabe PS-Format PDF-Format
18.04.2006 Serie 1 Serie 1
25.04.2006 Serie 2 Serie 2
09.05.2006 Serie 3 Serie 3
16.05.2006 Serie 4 Serie 4
23.05.2006 Serie 5 Serie 5
30.05.2006 Serie 6 Serie 6
06.06.2006 Serie 7 Serie 7
20.06.2006 Serie 8 Serie 8
27.06.2006 Serie 9 Serie 9
04.07.2006 Serie 10 Serie 10
11.07.2006 Serie 11 Serie 11


  Hier eine genauere Übersicht über den Inhalt der Vorlesung:

I Relative Konsistenzbeweise

In diesem Kapitel wird gezeigt, wie man mit Hilfe des Forcing relative Konsistenzbeweise führt. Ausserdem werden partielle Ordnungen und (generische) Filter eingeführt.

II Die Konstruktion der generischen Erweiterung

Themen dieses Kapitels: Namen für Elemente der generischen Erweiterung, deren Interpretation durch einen generischen Filter, die Konstruktion der generischen Erweiterung, und einige einfache Eigenschaften derselben.

III Die Forcing-Relation

Es werden die inhaltliche und die formale Version der Forcing-Relation eingeführt (wie in Kunens "Set Theory", s. Literaturliste). Wir zeigen die Äquivalenz dieser Begriffe, eine Entwicklung, die in dem Forcing-Theorem kulminiert. Schließlich wird gezeigt, dass sich die Zermelo-Fraenkelschen Axiome von M auf generische Erweiterungen übertragen (wir zeigen "lokale" Versionen dieser Tatsache: ZF- überträgt sich, ZF überträgt sich, und ZF-+AC überträgt sich).

IV Erste relative Konsistenzresultate via Forcing

Wir beginnen damit, die Konsistenz von ZFC+V≠L relativ zur Konsistenz von ZFC zu zeigen. Es wird die κ-chain condition eingeführt und ihre Bedeutung für das Forcing analysiert. Es wird gezeigt, dass ccc Forcing Kofinalitäten erhält, was dann verwendet wird, um Cohen's berühmtes Resultat zu beweisen, die Unabhängigkeit der Kontinuumshypothese von ZFC. Hierfür wird ein wenig Kombinatorik gebraucht, im Wesentlichen das Δ-System Lemma.

V Forcing mit partiellen Ordnungen ohne ccc

Themen sind die <κ-chain condition, <κ-Abgeschlossenheit und <κ-Distributivität und die Verbindung dieser Eigenschaften einer partiellen Ordnung zum Erhalt von Kardinalitäten, Kofinalitäten und dem Adjungieren neuer <κ-Folgen von Elementen des Grundmodells. Als Anwendung wird der Wert der Kontinuumsfunktion an einer regulären Stelle vergrößert.

VI Vollständige Einbettungen, Homogenität und Produkte

Hier geht es zunächst um den Zusammenhang zwischen generischen Erweiterungen gemäß partieller Ordnungen, von denen die eine vollständig in die andere eingebettet werden kann. Weiter wird analysiert, wie sich die assoziierten Forcing-Relationen verhalten, wenn man die involvierten Namen gemäß der Einbettung der Namensräume mitbewegt, die von der vollständigen Einbettung der partiellen Ordnungen induziert wird; der Spezialfall eines Automorphismus wird auch behandelt, und der Begriff der schwachen Homogenität und des symmetrischen Namens wird eingeführt. Einige Konsequenzen schwacher Homogenität werden gezeigt. Danach folgt Solovay's Produktanalyse, zusammen mit einigen Anwendungen. Bspw. wird gezeigt, dass wenn G und H wechselseitig generisch über M sind, der Schnitt der generischen Erweiterungen genau M ist. Danach geht es um den Levy-Kollaps. Grundlegende Eigenschaften (c.c., Abgeschlossenheit) werden gezeigt, auch die schwache Homogenität des Kollaps, die Universalitä des Levy-Kollaps. Schließlich geht es um Modelle zwischen M und einer (Kollaps-)generischen Erweiterung und um die Absorption von abzählbaren Folgen von Ordinalzahlen in das Grundmodell.

VII HOD

Das innere Modell der hereditär ordinal definierbaren Mengen (und relativierte Versionen hiervon, in denen die erlaubte Parametermenge/-klasse vergrößert ist) wird eingeführt, es wird gezeigt dass es tatsächlich ein inneres Modell ist (und ein Kriterium dafü gegeben, wann die relativierten Versionen innere Modelle sind). Außerdem wird gezeigt, dass in HOD das Auswahlaxiom gilt, und ein Kriterium dafür angegeben, wann dies in der relativierten Version der Fall ist.


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