Institut für Mathematische Statistik
Aufgabenbereich des Instituts
Wesentliche Aufgaben der Mathematischen Statistik sind einerseits die modellmäßige Erfassung zufallsabhängiger Vorgänge und die Deduktion wahrscheinlichkeitstheoretischer Gesetzmäßigkeiten im Rahmen dieser Modelle (Wahrscheinlichkeitstheorie, Theorie stochastischer Prozesse etc.), andererseits die Entwicklung guter/optimaler Verfahren für Entscheidungsprobleme mit zufallsabhängigen Beobachtungsdaten (Schätztheorie, Testtheorie etc.) sowie die Bereitstellung entsprechender Algorithmen. Die Arbeitsgebiete reichen daher von Grundlagenproblemen bis zu Aspekten konkreter statistischer Verfahren:
- Maß- und entscheidungstheoretische Fundierung der
Statistik unter Ausnutzung von Querverbindungen zu anderen
Disziplinen. Weiterentwicklung der grundlegenden Theorie
von Tests und Schätzern sowohl in der parametrischen als
auch in der nichtparametrischen Statistik.
- Analyse angewandter stochastischer Modelle
(Erneuerungstheorie, Warteschlangentheorie, Risikotheorie,
Theorie der Verzweigungsprozesse); Behandlung von
Stabilitätsfragen für die beschreibenden stochastischen
Prozesse.
- Behandlung von statistischen Problemen in der Theorie des
optimalen Stoppens; Quantifizierung der Effekte
unvollständiger Information.
- Entwicklung von optimalen sequentiell geplanten
Entscheidungsverfahren
(Stichprobenplänen/Terminalentscheidungsverfahren) und
Implementierung entsprechender Algorithmen; Vergleich mit
"klassischen" Methoden.
Geschichte des Instituts
In dem Projekt "Geschichte des Instituts für Mathematische Statistik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster" hat Prof. (emer.) Dr. N. Schmitz die Entwicklung des Instituts von 1959 bis 2009 dargestellt.Korrekturen, Ergänzungen und sonstige Hinweise sind willkommen.
Stand: Oktober 2009
Schrift und Gestaltung: Anita Kollwitz
Gliederung
- 1. Einleitung
- 1.1 Einige Anmerkungen zur Geschichte der Stochastik in Deutschland (Seite 1)
- 1.2 Anmerkungen zum Gegenstand der Mathematischen Statistik (Seite 8)
- 2. Gründung und Aufbau des Instituts für Mathematische Statistik der Westfälischen Wilhelms-Universität
- 2.1 Die "goldenen fünfziger Jahre" der Mathematik in Münster (Seite 11)
- 2.2 Die Gründung des Instituts (Seite 18)
- 2.3 Der Aufbau des Instituts (Seite 21)
- 3. Das Interregnum 1962 (Seite 27)
- 4. Die "goldenen sechziger" Jahre der Mathematischen Statistik in Münster
- 4.1 Aufbau eines Lehr- und Forschungsprogramms durch H. Witting (Seite 33)
- 4.2 Arbeitsschwerpunkte des Instituts (Seite 43)
- 4.3 Von H. Witting betreute Diplomarbeiten (Seite 58)
- 4.4 Die Münsterschen Doktoranden von H. Witting (Seite 59)
- 5. Das Interregnum 1972 (Seite 63)
- 6. Das Institut für Mathematische Statistik von 1972 bis 2004
- 6.1 Auf- und Ausbau des Instituts von 1972 bis 1981 (Seite 67)
- 6.2 Zerstörung und Wiederaufbau: 1982-1993 (Seite 101)
- 6.3 Zusätzliche Aktivitäten am Institut von 1982 bis 1990 (Seite 140)
- 6.4 Die Dekade 1994-2004 (Seite 161)
- 6.5 Diplomarbeiten (Seite 208)
- 6.6 Dissertationen (Seite 230)
- 7. Das Institut für Mathematische Statistik von 2004 bis 2009
- 7.1 Aufbruch zu neuen Ufern (Seite 233)
- 7.2 Diplomarbeiten (Seite 247)
- 7.3 Dissertationen (Seite 252)
- Foto-/Abbildungsnachweise (Seite 253)
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